RH #343Interview

Die ganz große Oper

SWALLOW THE SUN

Mit dem Album-Triple „Songs From The North“ begehen SWALLOW THE SUN praktisch kommerziellen Selbstmord, aber das passt gut zu chronisch deprimierten Finnen. Sänger Mikko Kotamäki, der sich seine Texte schreiben und die Antworten im Interview aus der Nase ziehen lässt, verkörpert dieses Stereotyp dann auch konsequent, wenngleich auf sympathische Weise.

Mikko, wann seid ihr auf die Idee gekommen, drei Alben auf einen Schlag zu veröffentlichen?

»Vor fast drei Jahren, also praktisch gleich nach der Veröffentlichung unseres letzten Albums. Die Musik stand mehr oder weniger zuerst. Unser Hauptsongwriter Juha hat so etwas wie einen Fetisch, was sogenannten Funeral Doom angeht. Er wollte der Band diesen Stil überstülpen, aber der Rest von uns hat sich dagegen gewehrt, weil wir uns allein in dieser Schublade nicht wohlfühlen. Letzten Endes sind diese drei Alben sowohl ein Kompromiss als auch eine ideale Verbindung dreier unterschiedlicher Schwerpunkte im Rahmen unseres eigenen Stils. Wir fanden es in dieser Form besser, als ein weiteres Einzelalbum von 55 Minuten Länge herauszubringen, auf dem alles durcheinander zu hören ist. So haben wir herausgefunden, wie weit wir innerhalb unserer Grenzen gehen können, und die verschiedenen Züge der Band bis ins Extreme ausgereizt. Funeral Doom nimmt jetzt nur die dritte CD ein.«

War von vornherein klar, dass die Stücke nach ihrer Art getrennt werden?

»Ja, wir wollten diese Trennung vornehmen, denn wenn man die drei stilistischen Ausrichtungen...

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