RH #342Krach von der Basis

ARES KINGDOM

Kellers Kriegskunst

ARES KINGDOM

ARES KINGDOM aus Kansas City stehen seit knapp 20 Jahren für ein geschmackvoll-brutales Old-School-Metal-Gemisch. Auf ihrem neuen Album „The Unburiable Dead“ haben sie sich auch inhaltlich eine Menge vorgenommen.

»Wie geht es ihnen?«, probiert sich der glänzend aufgelegte Bandkopf Chuck Keller (g., 47) zunächst auf Deutsch. »Alles gut?«

Ja, danke, Herr Keller!

(Er lacht:) »Mein Nachname ist deutsch, aber meine Vorfahren sind englisch-schottisch-irisch. Ich wurde allerdings von einer deutsch-niederländisch-englischen Familie adoptiert. Und meine Frau ist Dänin.«

Weißt du, was Keller auf Englisch bedeutet?

»Ja, leider. Danke, dass du mich daran erinnerst.«

Es gibt Schlimmeres. Du könntest zum Beispiel Richie Kotzen heißen.

(Er lacht wieder:) »Ich weiß sogar, was „kotzen“ bedeutet.«

Du hast ein großes historisches Interesse an Deutschland.

»Ich besitze einen Abschluss in Geschichte und bin auf das Europa des 19. Jahrhunderts und den Ersten Weltkrieg spezialisiert. Ich halte darüber auch Vorträge.«

Das erklärt, warum „The Unburiable Dead“ ein Konzeptalbum über den Ersten Weltkrieg geworden ist.

»Ich bin schon immer ein Bewunderer des britischen Schriftstellers H.G. Wells. Ich habe lange für die H.G. Wells Society in England gearbeitet. Wells hatte eine starke Verbindung zum Ersten Weltkrieg. Der Satz „Ein Krieg, der alle Kriege beendet“ stammt von ihm. Er war 1916 an der Front und verfasste außerdem Propagandatexte. Hinzu kommt, dass wir hier in Kansas ein...

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