RH #342Interview

KILLING JOKE

Tränen lügen nicht

KILLING JOKE

Es ist zwar schön, wenn die Post-Punk-Legende KILLING JOKE mit „Pylon“ auch 2015 ein neues formidables Album am Start hat. Aber noch besser ist die Gelegenheit, mit Front-Spinner Jaz Coleman wieder mal ein Gespräch zu führen. Film ab.

»Außerdem habe ich vor kurzem noch die „Nirvana-Dialoge“ aufgenommen. Jeder weiß ja, dass wir eine wechselhafte Geschichte zu diesen Typen haben. Kurt Cobain hat sich ins Hemd gemacht, dass wir ihn eines Tages verprügeln würden, weil sie einen unserer Songs gestohlen haben (er meint ´Eighties´, dessen Melodie Grundlage für ´Come As You Are´ war - wku). Dafür hat Dave Grohl später auf unserem selbstbetitelten 2003er Album getrommelt. Um das alles endlich ruhen zu lassen, habe ich ein Requiem, eine Messe für Kurt Cobain komponiert, die ich mit dem Symphonieorchester von Sankt Petersburg und einem großen Chor aufgenommen habe. Es ist herausragend, ein kosmisches Zwiegespräch zwischen mir und der vergeistigten Spiritualität Kurt Cobains. Es ist also eine Zusammenarbeit mit Kurt in seiner anderen Welt. Courtney Love hat ja auch Angst vor uns, und sie hat Mundgeruch. Sie stinkt. Das werde ich niemals vergessen.«

Es ist eine dieser typischen Jaz-Coleman-Aussagen, durch die auch jüngere Leser eine Ahnung bekommen, warum der Mann mit seiner Band KILLING JOKE eine absolute Legende ist. Und im Gegensatz zu den Slipknots dieser Welt, die so tun, als wären sie irre, ist er es wirklich. Seit 1979 sorgen die exzentrischen Briten für wegweisende bis...

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