RH #342Interview

RIVERSIDE

Mut zum Glück

RIVERSIDE

Mit „Love, Fear And The Time Machine“ hat sich Mariusz Duda hoffentlich Narrenfreiheit erarbeitet, was die Ausrichtung seiner Band betrifft. Da er nach seiner ersten Show im chilenischen Santiago endlich Schlaf gefunden hat, ist der Frontmann im Interview besonders redselig und bricht eine Lanze für heitere Musik.

Mariusz, euer neues Album erteilt der von RIVERSIDE gewohnten Trübseligkeit eine Absage. Woran liegt´s?

»Es Midlife-Crisis zu nennen, wäre übertrieben, aber ich war im Vorfeld des Songwritings an einem Punkt angelangt, wo ich etwas ändern wollte. Wir hatten uns daran gewöhnt, düster-melancholische Musik zu spielen, und machten es uns auf unseren letzten Alben vielleicht ein wenig zu einfach. Deshalb und wegen gewisser Ereignisse in meinem Privatleben wollte ich etwas Optimistischeres versuchen, was tatsächlich zur Herausforderung wurde. Schließlich läuft man mit heiterer Musik schnell Gefahr, Klischees zu erfüllen und allzu nette Melodien zu schreiben.«

Was genau war der Auslöser für die Schwerpunktverlagerung?

»Da gab es mehrere, vor allem jedoch mein Soloprojekt Lunatic Soul, bei dem der Tod eine tragende Rolle einnimmt; das letzte Album handelte immerhin von Selbstmord. Zweitens war mir RIVERSIDEs „Shrine Of New Generation Slaves“ hinterher zu finster, und ich musste Entscheidungen für mich treffen, die am Ende mein Leben veränderten, woraufhin klar wurde, dass sich etwas ändern musste.«

Hattest du vielleicht auch den Wunsch, dem Genre, in dem ihr euch...

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