RH #342Interview

Live is life

WUCAN

Zum Interview tritt Francis Tobolsky, die Sängerin von Deutschlands derzeit buntester Vintage-Truppe, charmant sächselnd an, kann sich aber nicht erklären, weshalb gerade im Osten unserer Republik derzeit so gerne in der Rock-Geschichte zurückgeschaut wird. Sowieso sieht sie sich und ihre Band mit beiden Beinen im Jetzt verankert, was man ihrem Debüt „Sow The Wind“ allerdings nur selten anhört.

Francis, WUCAN haben sich ihre ersten Sporen in der Metalszene verdient. Wie erklärst du dir das?

»Ich denke, man hört bei uns schon härtere Einflüsse, zumal ich persönlich seit einigen Jahren in der Szene in Chemnitz und Leipzig unterwegs bin, die auf traditionellen Metal steht. Dort habe ich meine ersten musikalischen Erfahrungen gesammelt, und ein paar Anleihen findet man in unseren Songs durchaus. So ergab es sich wohl auch, dass wir auf dem Hammer Of Doom spielen durften.«

Wie wird man als recht junger Mensch mit Musik sozialisiert, die gut 40 Jahre alt ist?

»Was mich angeht, begann es bei meinen Großeltern, die ständig einen Oldie-Radiosender hörten. Dort lief auch Pop aus mehreren Jahrzehnten, von dem ich viel aufgeschnappt habe. Ich entdeckte die alten Bands aber erst richtig für mich, als ich Internet bekam und mich auf YouTube umschaute. Krautrock lernte ich aber tatsächlich übers Fernsehen kennen - und zwar vor etwa zehn Jahren in der Sendung „Die Hit-Giganten“ mit Hugo Egon Balder, der ja früher bei Birth Control Schlagzeug spielte.«

Hinzu kommen außerdem Einflüsse aus...

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