RH #341Zeitreise

DEATH

»Fuck Death Metal!«

DEATH

DEATH – SYMBOLIC (1995)

Ausgerechnet Death-Metal-Urvater Chuck Schuldiner versucht ab Anfang der Neunziger, sämtliche Genre-Stigmata abzuschütteln. Statt stumpfer Brutalität setzen DEATH zunehmend auf komplexere Arrangements und beweisen ein feines Gespür für melodische Momente. Das Highlight der progressiven Schaffensphase nennt sich „Symbolic“, zu dessen 20-jährigem Jubiläum wir uns mit Drummer Gene Hoglan auf eine Zeitreise begeben.

Im Vergleich zum sperrigen Vorgänger „Individual Thought Patterns“ gelingt Chuck und seinen Mannen auf „Symbolic“ die perfekte Symbiose aus Virtuosität, Eingängigkeit und Aggression, die ihre Einflüsse eher aus dem technischen Thrash Metal und traditionellen Heavy Metal als aus dem Death-Metal-Genre bezieht. Neben Chucks fabelhaftem Songwriting ist es vor allem das unfassbar versierte Drumming von Gene Hoglan, das „Symbolic“ in ein echten Edelgeschoss verwandelt, das auch 20 Jahre später nichts von seinem Reiz verloren hat. Wir treffen uns im Rahmen der jüngsten Testament-Gastspielreise mit Gene, der neben seinen Hauptbands Testament, Dark Angel und Dethklok derzeit auch mit der DEATH-Tribute-Band Death (DTA) tourt und im Backstagebereich des Dortmunder FZW offenherzig über seine Zeit bei DEATH plaudert.

Gene, was kommt dir als Erstes in den Sinn, wenn du an „Symbolic“ und das Jahr 1995 denkst?

»Es war eine sehr herausfordernde Zeit für DEATH. Ich bin ehrlich: Als wir „Symbolic“ veröffentlichten, hat jeder das Album gehasst. Die meisten...

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