RH #340Interview

PENELOPE SPHEERIS

Soundtracks zum Untergang

PENELOPE SPHEERIS

Es soll Menschen geben, die den Film „The Decline Of Western Civilization Part II: The Metal Years“ für die beste Metal-Dokumentation aller Zeiten halten. Zumindest zu ihrem Erscheinungszeitpunkt im Jahre 1988.

»Was sagt das wohl über die Qualität aller anderen Metal-Dokus aus?«, zeigt sich Penelope Spheeris, amerikanische Filmemacherin mit griechischen Wurzeln, zum Scherzen aufgelegt. Die Wahlkalifornierin hat derzeit auch allen Grund zur Freude, denn soeben sind die drei Folgen der Serie „The Decline Of Western Civilization“ nach jahrzehntelanger Wartezeit endlich in Form einer ultimativen DVD-Box der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden (produziert von ihrer Tochter Anna).

Penelope Spheeris erlernte ihr Filmhandwerk an der renommierten Hochschule UCLA in Los Angeles. Den ersten Teil von „The Decline Of Western Civilization“ produzierte sie bereits 1981. Der Streifen befasst sich mit der ursprünglichen Punk-Szene von L.A., in der Sex, Drogen und Gewalt eine wesentliche Rolle spielten. Ihr Zugang zu Bands wie X, The Germs, Fear oder Circle Jerks ist nahezu ungefiltert. Was durchaus darauf schließen lassen könnte, dass Spheeris Ende der Siebziger selbst ein Teil dieser Szene war und deswegen gar nicht erst eine künstliche Nähe zu den Protagonisten herstellen musste.

»Lass es mich so ausdrücken: Ich bin von Geburt an Punk. Nein, Spaß beiseite, wie viele andere ursprüngliche Punks stamme auch ich aus einem chaotischen, einem schwierigen Elternhaus, in dem...

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