RH #340Interview

PENTAGRAM

Im Angesicht des Todes

PENTAGRAM

PENTAGRAM haben in ihrer 45-jährigen (!) Karriere einige der übelsten Talfahrten der Rock-Geschichte vorgelegt, sich diverse Male aufgelöst und ebenso häufig mehr oder minder halbherzig wieder aufgerappelt. Doch jetzt erleben die kultigen Amis um den sympathisch-irren Frontmann Bobby Liebling tatsächlich ihren x-ten Frühling und präsentieren mit „Curious Volume“ einen echten Volltreffer.

Liebling feiert dieses Jahr seinen 62. Geburtstag, sieht aus wie 80, hat vier Dekaden harte Drogen überstanden, wurde von Fans, Freunden und Bandkollegen schon zig Mal als hoffnungsloser Fall abgehakt und ist auch 2015 kein Role Model für gesundes Altern. Doch die kürzlich erfolgreich absolvierte Europatour und „Curious Volume“ lassen zumindest hoffen. Die Platte ist ein Classic-Rock-Highlight, und Bobby singt brillant und voller Seele. Im Interview wirkt er dennoch fahrig und unkonzentriert. Er verliert schnell den Faden, flüchtet sich in Allgemeinplätze und Floskeln, redet irgendwelches unverständliches Zeug vor sich hin und benötigt seinen Bassisten Greg Turley als Souffleuse. Wenn man Greg zur Seite nimmt und wissen möchte, ob er sich eigentlich als Mitmusiker oder doch eher als Betreuer von Bobby sieht, antwortet er zwar diplomatisch, aber trotzdem eindeutig:

»Jeder, der die „Last Days Here“-Dokumentation gesehen hat, weiß, dass es nicht leicht mit Bobby ist. Es macht nicht gerade Spaß, mit jemandem zu arbeiten, der sich dermaßen wegballert. Das laugt einen total aus. Doch in den letzten...

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