RH #340Interview

HATE ETERNAL

Ein Leben zwischen Särgen

HATE ETERNAL

HATE ETERNAL sind eine Bank, wenn es um brutalen und technisch anspruchsvollen Death Metal geht. Und auch mit „Infernus“ enttäuschen sie nicht. Ganz im Gegenteil, diesmal scheinen Erik Rutan und seine Mitstreiter die optimale Balance zwischen maximaler Härte, Eingängigkeit und hochwertiger Produktion gefunden zu haben. Das sieht auch Mastermind Rutan so, der sich bestens gelaunt aus dem sonnigen Florida meldet.

Eric, wer oder was ist „Infernus“? Ist er der „King Of All Kings“?

»Nein. Es ist lustig, aber jemand brachte mich neulich schon darauf. „Conquering The Throne“, „King Of All Kings“, „I, Monarch“, das hört sich wirklich so an, als wäre es eine Trilogie. So hatte ich das tatsächlich noch nicht gesehen, und so war es auch nicht geplant. Es ist folgendermaßen: Mein ganzes Leben und meine Karriere waren bisher eine turbulente Reise. Und ich habe schon immer versucht, mich durch meine Musik und meine Texte auszudrücken. Nach „I, Monarch“ habe ich viele Menschen aus meinem Umfeld auf teilweise tragische Weise verloren. Das fing an mit meinem Bassisten (Jared Anderson - ses), dann starben meine Großeltern innerhalb kurzer Zeit, und so ging es weiter. Daher haben sich die Themen, über die ich schreibe, geändert. „Fury & Flames“, „Phoenix Amongst The Ashes“ und „Infernus“ beschäftigen sich alle mit diesen tragischen Verlusten und wie man damit zurechtkommen kann und muss. Wenn man sich den Titeltrack von „Infernus“ anhört, wird man dieses düstere Element bemerken. Als der Song geschrieben wurde, befand ich mich tatsächlich an einem dunklen Ort. Leider habe ich das schon ziemlich oft erlebt und musste mich bereits viele Male selbst wieder aus dem Sumpf ziehen. Musik war für mich schon immer der beste und lange Zeit auch einzige Weg, mich auszudrücken. Wenn ich mir die alten Songs anhöre, weiß ich immer sofort, unter welchen Umständen sie entstanden sind und was mich damals inspiriert hat. Und der Titel ´Infernus´ drückt einfach die Gefühlslage aus, in der ich mich während der Entstehung des Songs befand. Er ist weniger Ergebnis eines Denkprozesses, als vielmehr Ausdruck eines Gefühls.«...

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