RH #339Interview

CATTLE DECAPITATION

Lachend in den Abgrund

CATTLE DECAPITATION

Auf „The Anthropocene Extinction“ geht´s um sterbende Weltmeere und den Untergang des Menschen - zwei Steckenpferde von Travis Ryan. Wie sich so viel Trübsal und Hass mit dem Spruch „Was wir für uns selbst tun, stirbt mit uns, was wir für andere tun, verbleibt und ist unsterblich“ vertragen, weiß der Sänger, der gerne verbal wie mit den Fäusten austeilt, selbst nicht so genau.

Travis, wie haben die Kalifornier CATTLE DECAPITATION Bethlehems Jürgen Bartsch dazu gebracht, sich mit einem ins Deutsche übersetzten Zitat von Albert Pine in eurer Musik zu verewigen?

»Da ich die Worte gut verstecken wollte, musste eine Fremdsprache her, also fragte ich Jürgen einfach, der ein alter Kumpel von mir ist und obendrein ein ziemlich intelligenter, witziger Typ. Das stellte ich fest, als ich das Boxset seiner Band bei ihm bestellte. Ich bin ein Riesenfan und fühle mich dementsprechend geehrt, ihn auf unserem neuen Album zu haben - ausgerechnet mit den einzigen positiven Zeilen in einer Sprache, die nur wenige unserer Hörer verstehen.«

Du verwendest diesmal viele biblische Metaphern, obwohl du nicht an Gott glaubst.

»Du meinst ´Apex Blasphemy´ oder ´Mammals In Babylon´? Ersteres ist eine Antwort auf die Floskel vieler Fleischesser oder Jäger, von wegen sie seien nicht an die Spitze der Nahrungskette geklettert, indem sie Karotten gefressen hätten - das alte Argument dafür, Tiere zu essen. In Wirklichkeit fahren sich die meisten doch nur Fastfood, Konservierungsstoffe und genetisch...

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