RH #339Interview

SYMPHONY X

Einmal Hölle und zurück

SYMPHONY X

Dante Alighieri entwarf für seine „Göttliche Komödie“ neun Höllenkreise, die New-Jersey-Prog-Institution SYMPHONY X für ihr bisheriges kreatives Schaffen neun Alben. Was dabei herauskommt, wenn sich beide in der griechischen Unterwelt treffen, verrät uns Gitarrist/Mastermind Michael Romeo, den wir für ein Stündchen aus seinem High-Tech-Homestudio The Dungeon herauslockten.

Michael, eure neue Scheibe „Underworld“ klingt facettenreicher als eure letzten drei Alben.

»Ja, das stimmt und war auch genau so gewollt. Schon ganz früh im Songwriting-Prozess hatten wir die Idee, hier und da unsere Vergangenheit dezent anklingen zu lassen. Am Ende ergab sich daraus eine gute Balance zwischen harten, melodischen und progressiven Nummern, sogar für ein, zwei vergleichsweise softe Stücke war Platz. Und wenn wir in eine bestimmte Richtung gingen, dann konsequent.«

Also das volle Brett in den Speed/Thrash-Nummern und die ganz großen Gefühle in den getrageneren Epen.

»Exakt. Jeder Song hat ein völlig eigenes Gesicht, wir haben extrem viel Wert auf sorgfältiges Feintuning gelegt. Wenn die mächtigen Riffs kommen, muss es richtig hart und düster klingen, und bei den ruhigeren Stücken muss der Chorus unangreifbar sein.«

Insbesondere Russell Allens Vocals machen aus einem guten ein sehr gutes Album, sie scheinen besser mit den Instrumenten verzahnt zu sein als auf den letzten, manchmal etwas zu monotonen Scheiben.

»Die Vorgängerplatte „Iconoclast“ klang so harsch, weil wir uns auf ihr mit dem...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.