RH #339Interview

SOULFLY

Die Leidenschaft, die Leiden schafft

SOULFLY

Max Cavalera lebt in seiner eigenen kleinen Welt, verbindet wie kein anderer Metal-Musiker Bandleben mit Familiengedanken und überrascht immer wieder, egal mit welcher Combo er gerade auf den Plan tritt. Im Interview zum zehnten Album seines dienstältesten Betätigungsfeldes wird einmal mehr deutlich, dass der brasilianische Weltenbummler in erster Linie Fan geblieben ist.

Max, „Archangel“ ist angeblich SOULFLYs mystischstes Album seit „Prophecy“. Was muss man sich darunter vorstellen?

»Ich will immer etwas Neues ausprobieren, aber das ist nach 30 Jahren nicht mehr so leicht. Ich habe mich schon auf dem neuen Album von Cavalera Conspiracy mit Babylon beschäftigt, also weitete ich dieses Konzept aus. Da ich im Lauf der Jahre öfter mit der Bibel geliebäugelt habe, war jetzt die Gelegenheit, das Thema zu vertiefen. Einige Kapitel des Buchs sind bekanntermaßen ziemlich brutaler Stoff, etwa der Untergang von Sodom, die Säuglingstötung in Bethlehem und natürlich der Krieg im Himmel mit dem Fall Luzifers. Musikalisch ist das Ganze an die Sachen angelehnt, die ich momentan höre, etwa Belphegor oder Melechesh.«

Erzählt ihr diese Geschichten nur nach, oder haben die Texte im übertragenen Sinn auch aktuelle Relevanz?

»Man kann sicherlich etwas hineininterpretieren, aber politisch motiviert oder so ist die Scheibe überhaupt nicht. Die meisten Stücke sind wirklich nur Nacherzählungen, weil dieses blutige Zeug gut zum Metal passt. Die Antike fasziniert mich – die babylonische Göttin...

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