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MUSIKMESSE 2015

MUSIKMESSE 2015

Auch ein Event wie die Frankfurt Musikmesse ist dem stetigen Wandel unterworfen. Im nächsten Jahr sollen alle Messetage dem Publikum offenstehen.

Das wiederum dürfte die Nerven des Fachpublikums weiter strapazieren, denn Gespräche sind bei dem Geklöppel und Geqietsche in den Hallen kaum noch möglich. Andererseits werden viele Neuheiten inzwischen auf die NAMM in Los Angeles getaktet, mit der Folge, dass es in den Hallen rund um den Messeturm diesmal deutlich leerer war. Eine Messeschau im Jahr scheint einigen Herstellern zur Kundenpflege und Produktpräsentation mittlerweile zu reichen. Neben den hohen Kosten für die Aussteller mokieren Musiker vor allem das fehlende Showprogramm mit Club-Konzerten am Abend. Keine Frage, die Musikmesse wird sich bewegen müssen. Dennoch gibt es keine bessere Möglichkeit in Europa, Equipment auszuprobieren, pfiffige Ideen aufzuspüren und mit Musikern auf Tuchfühlung zu gehen.    

Wenig Innovationen, dafür mehr Showbusiness zeichnete die Musikmesse in 2015 aus. Viel Gedröhn um nichts? Nein, Klappern gehört zum Handwerk dazu. Den lautstärksten Auftritt hatte mal wieder die Traditionsmarke Gibson zu verzeichnen. Neben einem lärmenden Gebläse auf dem Vorplatz, das mutige Besucher in die Luft beförderte, präsentierte man die teuerste Gitarre der Welt. Die mit Diamanten besetzte SG ist allerdings ein reiner Marketing-Gag und bei einem Wert von zwei Millionen Dollar nicht zum Verkauf gedacht. Dazu gesellte sich mit Tony Iommi der unumstrittene Stargast...

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