RH #338Interview

TAU CROSS

Reif für die Insel

TAU CROSS

TAU CROSS sind eine wahre Wundertüte. Eine „Supergroup“ (die Band selbst nennt sich augenzwinkernd einen „Supper Club“) aus Voivod/Amebix/Misery/War//Plague-Musikern mit einem Faible für den immer noch auf dem Sprung zum „next big retro thing“ stehenden Achtziger-Düster-Wave-Rock kann schließlich nicht viel falsch machen.

Macht sie auch nicht. Das selbstbetitelte Debüt der Mannen um Rob „The Baron“ Miller (b./v., ex-Amebix) und Michel „Away“ Langevin (dr., Voivod) vereint gut abgehangene, angenehm kaputte metallische Rockigkeit mit majestätischem Hymnengespür und den dynamischen Eckpunkten Old-School-Punk-Rotz und Singer/Songwriter-Schwermut.

Rob, wie kommt es jetzt plötzlich zu TAU CROSS, nachdem du eigentlich 2008 nach 20-jähriger Pause deine alte Band Amebix erfolgreich wiederbelebt hattest?

»Ich habe für Amebix nach unserem 2011er Album „Sonic Mass“ weiterhin Songs geschrieben, doch dann fiel die Gruppe komplett auseinander«, erzählt der sympathische 50-Jährige. »Erst hieß es, dass wir nicht mehr live spielen würden, dann brach die Kommunikation mit Roy (Mayorga, dr. - jj) ab, weil er es nicht schaffte, seinen E-Mail-Account mit seinem neuen Smartphone zu verbinden (lacht). Er hatte mit Stone Sour und seinen ganzen anderen Bands ohnehin zu viel um die Ohren. Ich hingegen fühlte mich wie lebendig begraben, da ich mein Leben komplett auf Amebix ausgerichtet hatte, und musste mich da erst mal wieder rauswühlen.«

Dann bist du quasi der Lazarus aus dem gleichnamigen Opener...

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