RH #337Zeitreise

ANATHEMA

»Wir waren wie kleine Punks«

ANATHEMA

Für Menschen, die ihre tieftraurige Musik ebenso harsch wie anspruchsvoll mögen, ist die „Resonance“-Tour von ANATHEMA eines der großen Konzert-Highlights des Frühlings. In einer dreistündigen Retrospektive spielen die Briten sich durch ihr gesamtes Schaffen, vom aktuellen Progrock bis zum Doom Metal der Anfangszeit. Weil sie dazu die Mitglieder ihrer Originalbesetzung als Gäste mitgebracht haben, nutzen wir die Gelegenheit, um mit Ex-Sänger Darren White und dem jetzigen Frontmann und Gitarristen Vincent Cavanagh über die ganz frühen Tage der Band, Improvisationen aller Art und die Probleme zu sprechen, die zu viel Selbstbewusstsein so mit sich bringen kann.

Ich treffe Darren und Vincent in den Katakomben der Bochumer Matrix. Beide wirken blendend gelaunt. Vincent begrüßt mich mit einem schallenden Vibrato (»Wollte nur dein Mikro einpegeln«) und kennzeichnet die wichtigsten Teile der meisten seiner Sätze mit einem herzlichen „fucking“, während Darren, der das auf der Bühne geschickt hinter beeindruckenden Death-Metal-Growls verbirgt, sehr zurückhaltend und leise spricht. Dass es eine Gelegenheit gibt, mit den beiden Frontmännern zu sprechen, ist an und für sich bereits ein überaus erfreulicher Umstand, der angesichts der Geschichte der beiden und ihrer ehemals gemeinsamen Band nicht immer sehr wahrscheinlich schien.

Zunächst jedoch zur Gegenwart: Wie kam es zu der „Resonance“-Tour?

Vincent: »In der Vergangenheit hatten wir schon ein paar Mal mit Darren zusammen gespielt,...

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