RH #335Titelstory

WATAIN

»Irgendwie biblisch, aber sehr böse und morbide«

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WATAIN-Sänger/Bassist Erik Danielsson über Alben, die sein Leben veränderten:

»Ich möchte drei Platten vorstellen, die ich selbst entdeckt habe. Niemand hat sie mir empfohlen oder gar aufgedrängt. Ich beginne mit „Die Propheten“ von Das Ich. Damals dachte ich noch überhaupt nicht in irgendwelchen Stilbezeichnungen. Für mich passte die Scheibe gut zur restlichen Musik, die ich hörte. Natürlich ist sie sehr elektronisch, aber zugleich total wahnsinnig. Sie ist bis heute ein Highlight meiner Sammlung und eines der düstersten Alben, die ich kenne. Ich hatte Deutsch in der Schule und finde die Texte brillant. Irgendwie biblisch, aber sehr böse und morbide. Exzellent!
Eine übersehene Black-Metal-Veröffentlichung ist „Vengeance War ´Till Death“ von Bestial Warlust aus Australien. Ich dachte, dass ich alles an extremer Musik kannte, und dann kamen diese Typen und waren zehnmal heftiger. Ich hörte eine Zeit lang viel Industrial und Harsh Electro. Bestial Warlust klangen, als ob sie das mit brutalstem Metal mischten – absolut barbarisch. Als Letztes wähle ich „Only Theatre Of Pain“ von Christian Death. Ich bin mir sicher, dass es auch Celtic Frosts „Into The Pandemonium“ beeinflusst hat. Ich liebe es. Christian Death waren sehr tiefgehend und philosophisch, obwohl sie Teil der Gothic-Szene waren, die viele Leute für ziemlich flachgeistig halten. Es ist schade, dass sich ihr Mastermind Rozz Williams umgebracht hat. Diese Platte ist echte Dunkelheit!«

 

Pic: Ester Segarra

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