RH #335Titelstory

TRIPTYKON, WATAIN

Die Fürsten der Finsternis

TRIPTYKON/WATAIN

Es ist ein Gipfeltreffen zweier Helden der dunklen Künste. Der Schweizer Tom Gabriel Warrior hat mit Hellhammer und Celtic Frost in den achtziger Jahren entscheidende Grundsteine des bösen Extrem-Metal gelegt und führt sein eigenes Erbe mit TRIPTYKON heutzutage unbeirrt und erfolgreich fort. Dem Schweden Erik Danielsson ist mit WATAIN einige Generationen später das Kunststück gelungen, Black Metal an die Massen heranzuführen, ohne ihn ideologisch zu verwässern; kommerzielle Höhepunkte waren in den heimischen Charts 2013 die Pole-Position mit „The Wild Hunt“ und kürzlich Platz zwei mit dem Bathory-Tribute „Tonight We Raise Our Cups And Toast In Angels“. Die Frontmänner kennen sich seit Jahren, sind zusammen getourt und auch abseits der Bühne befreundet. Doch was genau verbindet beziehungsweise unterscheidet Warrior und Danielsson? Wir setzten die beiden düsteren Burschen an einen Tisch und ließen sie zwei Stunden über Gott, die Welt und alles dazwischen reden.

Ort des Geschehens ist eine Mischung aus Kneipe und Bar mit dem niedlichen Namen „Damensalon“ mitten im eher ungemütlichen Berlin-Neukölln. Der Laden war ganz früher mal ´ne Schlachterei, wovon immer noch geflieste Wände zeugen, die unsere in London wohnende Fotografin Esther allerdings eher an britische Teehäuser erinnern. Zwischenzeitlich residierte dort tatsächlich ein Damenfriseur, und jetzt ist es ein Treffpunkt für durstige Gäste jeglicher Couleur. Der schummerige Schuppen gibt sich angenehm uncool („sonntags...

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