RH #335Interview

FREI.WILD

Geteiltes Leid ist halbes Leid

FREI.WILD

Für hunderttausende Fans sind FREI.WILD die Heilsbringer der deutschsprachigen Rockmusik, für andere „patriotische Popkultur“, wenn nicht gar Schlimmeres. Mit einem Abo auf höchste Charts-Positionen im Rücken lässt sich´s trotz Outlaw-Status natürlich angenehm leben. Wirklich happy sind die Südtiroler mit dieser Situation dennoch nicht. Vielleicht hat der neue Longplayer „Opposition“ (VÖ: 3. April) deshalb eine Extraportion Biss verpasst bekommen.

Die Mischung aus Rock, Punk, Pathos und einer nach wie vor unüberhörbaren Schlager-Affinität funktioniert auf dem Doppelalbum (!) besser denn je. Die erste Single ´Wir brechen eure Seelen´ entpuppte sich bereits als Ohrwurm mit anständigem Punch, und auch sonst servieren der kreative Alleinherrscher Phillip Burger (g./v.) und seine Mitstreiter einen Reigen, der zwar immer wieder in latenter Schunkelei wildert, aber - jetzt mal ehrlich - das gesamte Gedöns ähnlich gestrickter Top-Ten-Konkurrenten locker in die Tasche steckt. Wir trafen den Vierer, neben Philipp noch Gitarrist Jonas Notdurfter, Bassist Jochen „Zegga“ Gargitter und Drummer Christian „Föhre“ Fohrer, in einem latent spießigen Restaurant in einem Berliner Außenbezirk auf ein paar Gläser politisch korrektes Mineralwasser und regional produzierten Apfelsaft.

Wie neutral geht ihr vier überhaupt noch an Interviews heran?

PHILLIP: »Total neutral! Manche Bands sagen Journalisten, von denen sie mal verrissen wurden: „Leckt uns am Arsch!“ Wir hingegen gehen immer wieder auf sie...

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