RH #332Titelstory

SCHAMMASCH

Das Dilemma

SCHAMMASCH

Da gelingt den Schweizern von SCHAMMASCH mit „Contradiction“ ein nahezu einhellig gelobtes Album, das es locker mit den diesjährigen Glanztaten von Triptykon und Behemoth aufnehmen kann, und ein Dreivierteljahr nach der Veröffentlichung reicht der Bekanntheitsgrad der Band immer noch nicht über den Underground hinaus. Woran liegt das?

Vielleicht am Bandnamen: SCHAMMASCH ist keine Schweizer Spezialität, sondern ein babylonischer Sonnengott. Selten scheitern Metalbands jedoch an merkwürdigen Namen. Nein, bleiben wir beim Vergleich mit Triptykon und Behemoth, der hier nicht nur in musikalischer Hinsicht angebracht ist. Ohne die Prominenz ihres Chefs Thomas Gabriel Fischer würden etwa Triptykon kaum solche Erfolge feiern, ist doch ihr Schaffen das genaue Gegenteil von zugänglich.
Wie Fischer hat auch SCHAMMASCH-Frontmann C.S.R., der den kreativen Prozess im Alleingang leitet, kein Interesse an konventionellen Songstrukturen – „Contradiction“ ist ein sperriges Doppelalbum mit einer durchschnittlichen Songlänge von zehn Minuten. Mit Behemoth haben SCHAMMASCH wiederum den riesigen Ehrgeiz gemeinsam, außerdem die tiefsinnigen esoterisch-religiösen Texte und die bis ins Detail durchkomponierte Außenwirkung, von den Bandfotos bis hin zum Bühnenbild mit Kerzen, Weihrauch und Roben. Im Gegensatz zu SCHAMMASCH legen Behemoth jedoch weiterhin Wert auf Eingängigkeit.
Der hochtalentierte Sänger/Gitarrist C.S.R. will ganz hoch hinaus, doch gerade der Anspruch seiner Musik steht dem Erfolg im...

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