RH #332Interview

LED ZEPPELIN

Zu gut für diese Welt

LED ZEPPELIN

Kürzlich erschienen mit „IV“ und „Houses Of The Holy“ zwei weitere Alben der LED ZEPPELIN-Boxset-Reihe (Reviews findet ihr in diesem Heft). Wir unterhielten uns mit Gitarrist/Produzent Jimmy Page über die neuen Remasters, aber auch über seine musikalische Zukunft und sein angespanntes Verhältnis zu Robert Plant.

Jimmy, du arbeitest jetzt schon seit mehreren Jahren an den Wiederveröffentlichungen der LED ZEPPELIN-Alben. Kommen dir die alten Aufnahmen nicht langsam zu den Ohren raus?

»Nein, absolut nicht. Es war meine Idee, die Alben nicht nur zu überarbeiten, sondern ihnen auch jeweils eine Companion Disc mit Bonusmaterial zur Seite zu stellen. Natürlich braucht es viel Zeit, sich durch die unzähligen alten Tapes zu hören, und das Remastering ist auch eher eine technische, nicht sonderlich spannende Angelegenheit. Aber es befriedigt mich sehr, das finale Ergebnis zu hören. Dass das Projekt so umfangreich ist, stört mich nicht, denn ich muss alle LPs machen, von „I“ bis „Coda“. Es wäre sinnlos, sich nur zwei, drei Platten rauszupicken. Als ich bei den Studio-Outtakes von „II“ und „III“ angekommen war, wusste ich, dass die Leute begreifen würden, worum es mir bei der ganzen Sache geht. Und jetzt ist unser großer Meilenstein „IV“ an der Reihe. Unser Debütalbum entstand damals sehr, sehr schnell, weil es eine Indie-Produktion war und wir kaum mehr als 30 Stunden Zeit dafür hatten. „II“ wurde auf Tour ausgearbeitet, und „III“ war sehr Unplugged-lastig und eine Reflexion dessen, was wir bis dato erschaffen hatten. Dann kam die vierte Platte, und du konntest damals deutlich spüren, dass wir neue Horizonte erschlossen. Bis heute merkt man „IV“ an, wie sich die Band damals entwickelte. Wir wurden erwachsen, aber auf positive Art und Weise. Es ging nicht darum, sich in einem Status Quo einzurichten, wir waren immer noch sehr hungrig. Alleine schon die Songreihenfolge auf „IV“ ist ein Kunstwerk, das jeden einzelnen Track ins perfekte Licht rückt. Und ich bin froh, dass ich den Fans jetzt endlich auch die Mixe präsentieren kann, die wir damals im Sunset Sound Studio in L.A. gemacht haben. ´When The Levee Breaks´ beispielsweise enthält in der Sunset-Version eine Menge spannender Details, die in der offiziellen Fassung nicht zu hören sind. Und bei ´Stairway To Heaven´ kannst du das Räumliche, die klangliche Breite der Recordings besser hören. Wir nahmen mit einem absoluten Hi-Fi-System auf, und die Sunset-Mixe bringen den Punch, den wir damals hatten, sehr gut rüber.«...

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