RH #332Interview

ULVER

Neues im Alten finden

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Dass Kristoffer Rygg sein frühes Schaffen nach der längst vergriffenen Vinylbox „The Trilogie” von 1997 jetzt abermals aufwärmt, hat weniger mit Geldschneiderei als dem Gefühl zu tun, endgültig mit etwas abschließen zu müssen. Nachdem sich der Bandkopf mit seinem jugendlichen Alter Ego Garm ausgesöhnt hat, ist er zu Recht stolz auf jene drei Alben, die ganz nebenbei wegweisend für gleich mehrere Subgenres aus dem Black-Metal-Kosmos waren. Im Telefongespräch mag man sich dann sogar vorstellen, wie seine Augen funkeln, wenn er mit mehr Begeisterung erzählt, als seine Bescheidenheit erlaubt.

Kris, warum diese zweite Wiederveröffentlichung von ULVERs Frühwerken, wo ihr doch heute musikalisch ganz woanders seid?

»Eigentlich habe ich schon seit ein paar Jahren mit dem Gedanken gespielt. Zuerst sollten die Alben einzeln herauskommen, anständig remastert und noch einmal genau abgehört, vielleicht jeweils auch mit ein paar Kommentaren versehen. Irgendwie kam ich mit Century Media ins Gespräch, wobei wir uns darauf einigten, das Ganze etwas edler aufzuziehen, um dem geschichtsträchtigen Inhalt gerecht zu werden. Dann gab es vertragliche Dinge zu klären, weil die Rechte für die ersten beiden Scheiben bei Voices Of Wonder liegen, wir mussten die alten Bänder auftreiben, Kisten nach Bonusmaterial durchstöbern und so weiter.«

Wie viel bedeuten dir diese Alben noch?

»In gewisser Weise sehr viel, weil sie unsere Anfänge markieren, obwohl ich in der Zwischenzeit Musik geschrieben habe, die...

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