RH #331Interview

IN THIS MOMENT

Ave Maria

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IN THIS MOMENT inszenieren sich 2014 mehr denn je als schubladenfreies Gesamtkunstwerk. Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums „Black Widow“ traf Jan Jaedike seine Lieblings-Chanteuse Maria Brink in Berlin.

Ms. Brink hält in einem Vier-Sterne-Hotel am Hackeschen Markt Hof. Sie trägt ein bodenlanges Kleid, lümmelt barfuß auf einem Sofa herum und nascht gelegentlich ein bisschen Obst. Im Gespräch verfällt sie nur selten in diesen typisch amerikanischen, oftmals durch Interviewschulung antrainierten Oberflächlichkeitsmodus. Die Blondine gibt sich charmant und zugleich reifer als am Beginn ihrer Karriere.

»Früher war ich ein unsicheres Mädchen«, stimmt sie zu. »Doch im Laufe der Jahre bin ich eine selbstbewusste Frau mit einer Vision geworden. Ich bin inzwischen fast erwachsen (lacht).«

Dennoch lässt du dieser Unsicherheit weiterhin Raum. Du kannst in deiner Performance trotz aller Stärke sehr fragil klingen.

»Ich bin nach wie vor verletzlich und gebe das auch zu. Ich bin wie die „black widow“, nach der wir die Platte benannt haben. Sie verliert ebenfalls ihre Unschuld und emanzipiert sich zu einer starken Persönlichkeit.«

Du bringst die Auf und Abs dieser Entwicklung mit deiner Stimme perfekt rüber. Inwieweit spielst du eine Rolle, und wie viel gibst du von deinem wahren Ich preis?

»Ich lege Wert darauf, Menschen emotional zu berühren. Man kann wie ein Engel singen, transportiert dabei aber keinerlei Gefühle, wenn man sich nicht mit den Inhalten identifiziert....

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