RH #330Krach von der Basis

HORRENDOUS

Rauer Wind

HORRENDOUS

So langsam darf die alte Schule wieder verlassen werden, denn wer so lange nachsitzt, wie es momentan viele Death-Metal-Bands tun, tritt auf der Stelle. HORRENDOUS von der US-Ostküste haben spätestens mit ihrem zweiten Album aufgehört, offensichtlich abzukupfern, und spielen ganzheitlichen Metal, der seine Wurzeln zwar nicht verleugnet, aber für sich selbst stehen kann - nicht zuletzt wegen eines spannenden roten Fadens durch alle Songs, wie Gitarrist und Sänger Damian weiß.

„Ecdysis“ beschreibt den Vorgang der Häutung im Tierreich. Was bedeutet das im Zusammenhang mit dem Album und für euch selbst?

»Die Texte drehen sich um den Abbau von Hemmungen, inneres Wachstum und einen klaren Blick auf die Welt, indem man jeglichen schädlichen Ballast abwirft. Jeder in der Band deutet den Titel ein bisschen anders, aber ich glaube, wir haben uns seit unserem letzten Album „The Chills“ menschlich wie musikalisch erheblich weiterentwickelt, weshalb der Titel in jeder Hinsicht passt. Zu Demo-Zeiten hatten wir die üblichen Zombie-Geschichten, aber heute lege ich wert darauf, dass meine Texte Inhalte vermitteln.«

Ihr klingt für eine amerikanische Band bemerkenswert europäisch und teilweise richtig traditionell. Seid ihr immun gegen den Florida-Sound?

»Ich finde schon, dass man etwas davon hört, und auf Death oder Morbid Angel können wir uns alle einigen, weil sie einfach verflucht gute Riffs geschrieben haben. Tatsächlich überwiegt aber wohl unsere Vorliebe für Europa, und die Produktion...

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