RH #328ToneZone

LYNDON LANEY

Geburtshelfer des Heavy Metal

LYNDON LANEY

Seine Vita ist zwar nicht so schillernd wie die von Jim Marshall, doch auch Lyndon Laney hat mit seiner Firma LANEY ein gewaltiges Stück Rock- und Metal-Historie geschrieben. Denn wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, hätte Lyndon nicht einem gewissen Tony Iommi für die Aufnahmen des Black-Sabbath-Debüts einen Amp maßgeschneidert, dessen Sound die Musikwelt 1970 komplett aus den Angeln hob?

Mit viel Übersicht und einer bescheidenen Arbeiterklasse-Mentalität führte der heutige 66-Jährige, dem nichts so unangenehm ist wie der Rummel um seine eigene Person, sein Baby als Familienbetrieb und vermied dabei stets die Gebaren eines Großunternehmens. Teile der Produktpalette werden heute immer noch in Handarbeit von ca. 50 Mitarbeitern, die teilweise seit den Anfangstagen dabei sind, in Birmingham hergestellt. Die Legende Laney speist sich vor allem aus dem Iommi-Mythos, und so galten die Produkte der britischen Sound-Schmiede lange Zeit als die „Raubeine“ des Marktes, die hauptsächlich bei Hardrock- und Heavy-Metal-Bands gefragt waren. Heute sind die bekanntesten offiziellen Nutzer von Laney-Produkten neben Iommi Robert Plant, Steve Rothery und Pete Trewavas (Marillion), Joe Stroetzel und Adam Dutkiewicz (Killswitch Engage), Karl Demata (Crippled Black Phoenix), Kiko Loureiro (Angra), Rich Ward (Stuck Mojo, Fozzy), Buzz McGrath und Ken Susi (Unearth) sowie Matt Tuck von Bullet For My Valentine.

Mr. Laney, wann sind Sie zum ersten Mal mit Rockmusik in Kontakt gekommen?

»Das dürfte...

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