RH #328Krach von der Basis

DIOCLETIAN

Kraft ist alles

DIOCLETIAN

Die neuseeländische Death-Metal-Dampfwalze DIOCLETIAN rollt wieder - mit „Gesundrian“ ist der Band ein Album von monolithischer Wucht gelungen. Gitarrist Brendan „Atrociter“ Southwell erklärt, inwiefern sich seine Band verändert hat und weshalb es fast nicht zu einem neuen Album gekommen wäre.

Es fällt sofort auf: Im Vergleich zu ihren ersten beiden LPs haben DIOCLETIAN auf „Gesundrian“ nicht nur das Tempo angezogen, auch der Klang hat sich verbessert. Die Lärm-Lawine bricht mit ungewöhnlich großem Druck über den Hörer herein. Laut Gitarrist und Bandgründer Southwell ist dies das Ergebnis zweier Entwicklungen.

Zum einen hat sich die Band musikalisch weiterentwickelt: »Wir spielen besser, wir haben ein größeres Bewusstsein für das Tempo entwickelt - und dafür, wie es die Dynamik eines Songs verändern kann. Unsere frühen Sachen klingen teilweise schwerfällig, sogar langweilig. Im Vergleich zu unserem neuen Album mangelt es an Geschwindigkeit und Aggression.«

Doch auch die Arbeitsweise hat sich verändert. Das Debüt „Doom Cult“ (2009) und den Nachfolger „War Of All Against All“ (2010) spielten DIOCLETIAN unter Live-Bedingungen ein, für „Gesundrian“ gingen sie konventioneller vor und nahmen die Instrumente einzeln auf. Das Ergebnis entspricht damit zum ersten Mal Southwells hohen Erwartungen: »DIOCLETIAN sollen kraftvoll klingen. Das ist uns diesmal gelungen. Kraft bedeutet alles.«

Kraft, Wille, Selbstüberwindung, das sind die Dinge, die Southwell faszinieren. Seine Musik...

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