RH #328Interview

CANNIBAL CORPSE

Gemetzel aus Liebe

CANNIBAL CORPSE

Wenn sich eine etablierte Death-Metal-Band, die seit jeher Wert legt auf Tradition und Beständigkeit, dazu entscheidet, ihr neues Album mit einem Produzenten aufzunehmen, der sich vornehmlich im Modern-Metal- und Deathcore-Sektor einen Namen gemacht hat, dann kann man das durchaus als mutig bezeichnen. CANNIBAL CORPSE beweisen mit „A Skeletal Domain“ eindrucksvoll, dass sich Tradition und Moderne keinesfalls ausschließen. Im Gegenteil, das 13. Studioalbum der Kannibalen könnte wegweisend sein für die komplette Death-Metal-Szene.

Bands wie Ulcerate, Gorguts oder auch Obscura haben mit ihren letzten Scheiben bereits den Weg aufgezeigt, den jetzt immer mehr Nachwuchsbands einschlagen. Ein Weg, bei dem die Grenzenlosigkeit in den Fokus rückt. Dass jetzt auch die Könige des Genres mit noch komplexeren Songs aufwarten, ohne auch nur einen Hauch an Brutalität einzubüßen, ist möglicherweise ein Statement mit Signalwirkung. „A Skeletal Domain“-Produzent Mark Lewis, der Bands wie Devildriver, Whitechapel oder The Black Dahlia Murder zum Durchbruch verholfen hat, geht sogar soweit und behauptet, die neue CANNIBAL CORPSE-Scheibe enthielte Momente, die es in der Musikgeschichte noch nie gegeben hätte. Hoppla, CANNIBAL CORPSE auf den Spuren von The Beatles, The Who, Pink Floyd, Led Zeppelin oder Black Sabbath? Wir fragten nach bei Paul Mazurkiewicz, seines Zeichens Drummer der Kannibalen und gerade mit seinen Jungs auf US-Tour im Rahmen der Mayhem-Festivals.

»Wenn wir Dinge in unserer...

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