RH #325Tourtagebuch

BLUES PILLS

La Cucaracha

BLUES PILLS

Das Leben junger Bands auf Tour ist spartanisch - die Retro-Rock-Newcomer BLUES PILLS bilden da keine Ausnahme. Zwischen stundenlangen Fahrten im Van und Matratzenlagern hatten wir dennoch eine gute Zeit in Frankreich und Spanien und durften sogar exklusiv ins neue Album reinhören

Nantes - Hellfest-Headquarter

„Ich freue mich sehr, dich kennenzulernen!“ - die quirlige schwedische Sängerin Elin Larsson reicht mir freudestrahlend die Hand. Es ist ein regnerischer Donnerstagnachmittag in Nantes´ Studentenclub „La Scène Michelet“. Soeben ist der weiße Van von BLUES PILLS halb im Parkverbot zum Stehen gekommen, und die Band hat neugierig den Kopf durch den Hintereingang gesteckt. Etwas reservierter begrüßen mich Elins Kollegen, der amerikanische Bassist Zack Anderson, der gerade 18-jährige französische Gitarrist Dorian Sorriaux und - etwas unvermutet - André Kwarnström. Der ehemalige Truckfighters-Trommler ist drei Wochen vor Tourstart für den regulären Schlagzeuger Cory Berry eingesprungen, der die Sommertermine aus privaten Gründen aussetzt. André gehört ebenso zum Freundeskreis, den das Quartett in seiner Wahlheimat Örebro hat, wie Merch-Frau Sandra, eine Arbeitskollegin von Elin, die als Zweitjob in einer Rockbar schuftet. Die multinationale Rasselbande ist in ihren frühen Zwanzigern, spricht drei Sprachen durcheinander und kann schlecht stillsitzen. Tourmanager Michael „Mad Mike“ Sindelka nimmt das Ganze heute, wie auch an allen folgenden Tagen, mit gleichmütiger Strenge und einem bissigen Humor, der ihm seinen Spitznamen eingebracht hat. Der Tscheche macht es sich auf einer Bank bequem, loggt sich ins W-LAN ein und bewegt sich dort den restlichen Abend nicht mehr weg. ...

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