RH #325Titelstory

LED ZEPPELIN

Faszination Led Zeppelin

Die meisten Rock-Hard-Leserinnen- und -Leser dürften mit den wichtigsten LED ZEPPELIN-Scheiben vertraut sein. Wer bislang noch keinen Zugang zum breit gefächerten Katalog der größten Hardrock-Band aller Zeiten finden konnte, sollte als Türöffner zum fantastischen, 1972 bei zwei US-Shows aufgezeichneten Dreier „How The West Was Won“ greifen und sich zum Warmwerden ´Immigrant Song´ geben. Die monströsen Riffs und Grooves, die zwischen Sirene und Göttergrollen pendelnden Vocals und ein John Bonham im Voll-auf-die-Zwölf-Modus nehmen so ziemlich alles vorweg, was wenige Jahre später die ersten herausragenden Heavy-Metal-Bands auszeichnen sollte. Wer hier immer noch von „zu schlapp und bluesig“ redet, hat irgendwas Grundlegendes nicht verstanden oder ist militanter Extreme-Metal-only-Fanatiker. Alle anderen dürfen bei weiteren „How The West...“-Gewittern wie ´Heartbreaker´, ´Black Dog´ oder ´Rock And Roll´ gepflegt durchdrehen, bevor sie sich an die völlig unglaublichen Langfassungen von ´Dazed And Confused´ und ´Whole Lotta Love´ herantrauen, die LED ZEPPELINs unvergleichliches Gespür für die perfekte Balance zwischen rabiatem Rock, brillanten Gerne-mal-etwas-länger-Soli und psychedelischer Gediegenheit unter Beweis stellen. Wer dann noch mit im Boot ist – und erfahrungsgemäß sind das fast alle, die sich mit etwas Muße und Neugierde den Aufnahmen hingeben –, entdeckt im fast schon proggigen ´The Ocean´, dem ebenso lässig wie fiebrig swingenden ´What Is And What Should Never Be´, dem Gänsehäuter ´Since I´ve Been Loving You´, der federleichten Ballade ´Going To California´ oder dem folkigen ´Bron-Yr-Aur Stomp´ weitere faszinierende Facetten dieser extrem wandelbaren Band. Solltet ihr mit Optik besser rumzukriegen sein, könnt ihr alternativ die simpel betitelte 2003er „DVD“ einlegen, die auch spätere Highlights abdeckt. ...

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