RH #325From the Underground

WITCHFYNDE

Frühjahrsputz mit historischen Folgen

WITCHFYNDE

In den ganz frühen Achtzigern war der Begriff Black Metal noch lange nicht so ausdifferenziert wie heute. Die Kategorisierung erfolgte in erster Linie aufgrund der Beschäftigung mit okkulten Texten. Der musikalische Aspekt war noch nicht entscheidend.

Dies hatte zur Folge, dass stilistisch so divergente Gruppen wie Mercyful Fate, die originalen Hell oder Venom (als Namensgeber des Genres) allesamt in die Schublade Black Metal gesteckt wurden. Erst mit Bathory und der späteren „norwegischen Revolution“ wurden die Grenzen wesentlich enger gezogen. Und so geschah es, dass selbst eine Band wie WITCHFYNDE aus den englischen Midlands mit ihrer ersten LP „Give ´Em Hell“ (Rondelet, 1980) in den Printmedien jener Zeit den Stempel Black Metal aufgedrückt bekam. Vielen dürften WITCHFYNDE dagegen eher als Protagonisten der New Wave Of British Heavy Metal geläufig sein. Aber auch diese Typisierung greift (wie gleich dargelegt werden wird) zu kurz. Dieser Tage erscheint über Bad Omen Records (die neue Plattenfirma von Will Palmer, der sich von seinem Rise-Above-Kollegen Lee Dorrian getrennt hat und jetzt auf eigene Faust Labelarbeit betreibt) „The Lost Tapes“ (ausschließlich als schniekes Vinyl!). Dabei handelt es sich um wirklich vorzüglich klingende WITCHFYNDE-Demos aus den Jahren 1975 (!) und 1977. Die Bandgeschichte muss nun von Grund auf neu geschrieben werden, denn Stücke wie ´Grimoire´, ´Halfway´, ´Pastiche´ oder ´Slow Down´ rücken WITCHFYNDE in ein völlig anderes Licht; nämlich als fehlendes Bindeglied zwischen der ersten englischen Okkult-Rock-Generation (so nannte das damals freilich noch niemand) in Form von Black Sabbath, Atomic Rooster und Black Widow sowie NWOBHM-Düstermännern wie Witchfinder General, Pagan Altar und Widow/Ritual.             ...

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