RH #324Zeitreise

MORBID ANGEL

Walzer für den bösen Watz

MORBID ANGEL

In unserem „Best Of Rock & Metal“-Buch wurde MORBID ANGELs „Altars Of Madness“ als Death-Metal-Gegenstück zu Slayers „Reign In Blood“ gefeiert. Inzwischen hat das Debütalbum der Florida-Extremisten ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel, und seine Strahlkraft ist bis heute ungebrochen. Bassist/Sänger David Vincent nahm sich für das Rock Hard ein Stündchen Zeit, um auf die magische Spätachtziger-Phase seiner Band zurückzublicken.

»Ich habe vor diesem Interview extra ein paar Tassen Kaffee mehr als sonst getrunken, um mein Gehirn auf Touren zu bringen, und hoffe, dass mir noch alles einfällt, was damals abgegangen ist«, grinst der 49-Jährige zur Begrüßung.

Was springt dir denn beim Gedanken an „Altars Of Madness“ als Erstes in den Kopf?

»Die 25 Jahre kommen mir manchmal viel länger vor, andererseits sind viele Erinnerungen an das Album noch so frisch, als hätten wir es erst gestern aufgenommen. Wir haben sehr, sehr hart an der Platte gearbeitet. Das war schon fast verwunderlich, weil damals kaum jemand solche Musik spielte und das Interesse der Plattenfirmen äußerst gering war. Und das ist zurückhaltend formuliert. Andererseits wurden wir dadurch noch fokussierter und eigensinniger und wollten etwas wirklich Herausragendes erschaffen. Wir wussten ganz genau, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Im Underground waren bereits die Reaktionen auf unsere Demos super gewesen. Damals lief noch viel über Tapetrading und kleine regionale Fanzines, die es überall auf der Welt gab. Wir...

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