RH #324Interview

MASSACRE

Der Tod kommt zweimal

MASSACRE

Die hochklassigen Florida-Kollegen von Morbid Angel über Deicide bis Obituary in Ehren, aber MASSACREs „From Beyond“ ist einfach das geilste Death-Metal-Album, das dort je sein hässliches Haupt erhoben hat. 23 Jahre später gibt´s mit dem passend betitelten „Back From Beyond“ endlich wertigen Nachschlag.

Schon nach wenigen Sekunden hat einem das eingängige, messerscharfe Signatur-Riffing des Dream-Teams um Rick Rozz (g., 47; Death, Mantas) und Terry Butler (b., 46; Death, Obituary, Six Feet Under, Denial Fiend) die Rübe abgesäbelt. MASSACRE melden sich definitiv mit einem Highlight zurück. Hoffen wir, dass die Querelen der Vergangenheit endgültig vorbei sind, denn die 1984 gegründete Gruppe hat öfter entnervt das Handtuch geworfen, als sich Ozzy Osbourne in eine Entzugsklinik einweisen ließ.

»So kann man das leider ausdrücken«, lacht Terry. »Am schlimmsten war wohl die gescheiterte Reunion 2008.«

Das war die letzte MASSACRE-Inkarnation mit Kam Lee am Mikro, der als Erfinder der „Vokills“ gilt und den MASSACRE-Sound entschieden mitgeprägt hat. Ohne ihn konnten sich viele Fans die Band nie vorstellen.

»Kam hat diesen Stil damals tatsächlich erfunden. Er hat schon bei Mantas (aus denen 1984 Death hervorgingen - jj) so gesungen. Deshalb wurde er auch zu MASSACRE geholt. Es hat aber nicht funktioniert. Zuletzt hatten wir 2008 mit ihm Ärger. Kam hat sich geweigert, mit Rick zu arbeiten, und ständig auf ihm rumgehackt. Er behauptete, Rick sei drogenabhängig, würde ihm Geld schulden...

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