RH #323RH vor 10 Jahren

Einfach nur high sein

Hormonstau, Verfolgungswahn, Drogenbeichten: Das Frühjahr 2004 wird von uns in bester Yellow-Press-Manier eingeleitet.

Bei STRATOVARIUS läuft die Promomaschine wie geschmiert. Mastermind Timo Tolkki kündigt das nächste Album als „streckenweise melodischere Pantera“ an, seine angebliche neue Frontfrau Miss K. kriegt von wütenden Fans Päckchen mit Scheiße geschickt, und ein ganz besonders fanatischer Anhänger versucht, den (Noch-)Bandleader in Spanien abzustechen. Behauptet Herr Tolkki. Denn diese Aktion wird umgehend als weiterer Baustein einer total durchgeknallten Legendenbildung angezweifelt. Die psychischen Probleme des Finnen sind überdeutlich. Nicht nur, dass er völlig paranoid ständig und überall Verschwörungen gegen seine Person wittert, er raunt Hammerfalls Anders Johansson in einem Telefonat reichlich zusammenhangslos ins Ohr, man könne gemeinsam „Toiletten zerstören“, woraufhin dieser eine Zusammenarbeit erst mal auf Eis legt.

OZZY OSBOURNE hingegen muss wegen eines tatsächlichen Quad-Unfalls im Krankenhaus zusammengeflickt werden und wird von seiner Göttergattin Sharon nach der Entlassung begeistert in Empfang genommen: „Ozzy ist ein totaler Vollidiot. Kaum war er wieder zu Hause, wollte er Sex. Dabei tut es schon weh, ihn nur anzusehen. Könnt ihr euch vorstellen, mit jemandem zu vögeln, der eine riesige Nackenstütze aus Metall und seinen Arm in einer Schlinge trägt?“ Was optische Makel bei Kopulationsobjekten angeht, scheint Herr Osbourne somit deutlich weniger...

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