RH #322Titelstory

LAMB OF GOD

Die Akte Randy Blythe 

LAMB OF GOD

Eine Zeitlang schien es, als wären LAMB OF GOD das bestgehütetste Geheimnis der amerikanischen Metalszene. In der Heimat wurde das Quintett aus Richmond, Virginia, mit Edelmetall und Grammy-Nominierungen ausgezeichnet und galt längst als legitimer Pantera-Nachfolger, während hierzulande das Interesse eher überschaubar blieb. Nach den letztjährigen Sommer-Festivals, bei denen die Band abräumte und reichlich Sympathiepunkte sammeln konnte, ist sie aber endlich auch in Deutschland in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen.

LAMB OF GOD veröffentlichen in diesen Tagen ihre aufwühlende Dokumentation „As The Palaces Burn“, in der sich die Musiker offen zu dem dunkelsten Kapitel ihrer Karriere, dem Prozess gegen Sänger Randy Blythe, äußern. Wir erinnern uns: Am 27. Juni 2012 wird Blythe bei der Einreise nach Prag am Flughafen verhaftet und mit dem schwerwiegenden Vorwurf der vorsätzlichen Tötung konfrontiert. Ein Fan der Band, Daniel Nosek, habe sich bei der Prag-Show vor zwei Jahren bei einem durch Blythe verursachten Sturz von der Bühne schwere Kopfverletzungen zugezogen und sei diesen nach einem mehrwöchigen Koma erlegen, lautet die Anklage. Blythe verbringt 38 Tage in tschechischer Haft, ehe er unter der Auflage, zum Prozess wieder in Prag erscheinen zu müssen, nach Zahlung einer Kaution von 400.000 Dollar vorübergehend auf freien Fuß gesetzt wird.
Nach langwierigen Verhandlungen entscheidet das Gericht am 5. März 2013, dass Blythe rechtlich nicht zu belangen ist, ihn jedoch eine...

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