RH #322Schwatzkasten

Die wilden „Sex, Drugs & Rock´n´Roll“-Zeiten sind bei DUFF McKAGAN längst vorbei. Der zweifache Familienvater sitzt in einer alles andere als glamourösen Garderobe der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle, wartet auf seinen Auftritt mit den Walking Papers im Vorprogramm von Biffy Clyro und gibt trotz gigantischen Jetlags artig Interviews. Mit Wollmütze auf dem Kopf erzählt der Yoga-, Kampfsport- und Kaffee-Fan Anekdoten aus seinen Anfangstagen als Musiker, berichtet von zwielichtigen Arbeitgebern, Fluchten vor wild gewordenen Fans und ganz und gar seriösen Nebenjobs.

Duff, wie und wo bist du aufgewachsen?

»Ich bin als jüngstes von acht Kindern in einer sehr musikalischen Familie in Seattle aufgewachsen. Meine Eltern besaßen eine Menge Rock´n´Roll-Platten. Schon in jungen Jahren kam ich so in den Genuss, von den Beatles das Album „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ sowie diverse Jimi-Hendrix- und The-Rolling-Stones-Scheiben zu hören. Außerdem dudelte bei uns von morgens bis abends ein Rock-Radiosender, der unter anderem Led Zeppelin und Jimi Hendrix spielte. Neben dem Schallplattenspieler stand ein Kassettenrecorder, und ich hatte schon als fünfjähriger Dreikäsehoch heraus, wie ich Tapes von James Gang und Earth, Wind & Fire bis zu meinen Lieblingsstellen vorspulen konnte.
Als jüngstes Kind einer großen Familie hatte ich lange Zeit das Gefühl, dass ich nichts richtig Eigenes habe. Das änderte sich, als der Punkrock aufkam und mich sofort in seinen Bann zog. Das war ganz...

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