RH #321Lauschangriff

EMPYRIUM

Arme hoch im Schneegestöber

EMPYRIUM

Eine Listening-Session in einer Kirche. Ein Fahrstuhl. Puh, Glück gehabt: Er fährt nach oben. Er fährt zum Licht. Im Obergeschoss der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche haben EMPYRIUM zur Audienz geladen. Die Musiker fehlen allesamt, das am Abend stattfindende Konzert in der Passionskirche hat profane Dinge wie einen Soundcheck, der sich auch noch verzögert, für die Musiker vorgesehen. Zwei puristische Lautsprecher unter dem verglasten Kirchendach, gespannte Ruhe, noch sind die Glocken still.


„The Turn Of The Tides“ ist das erste Album seit dem Naturepos „Weiland“ (2002). Es ist überhaupt eine seltsame Wendung des Schicksals, dass EMPYRIUM wieder die Geschicke selbst in die Hand nehmen. Erst der überraschende Auftritt auf dem Wave-Gotik-Treffen anno 2011, von dem just „Into The Pantheon“ als Ton- und Bildkonserve erschien, und dann die Ankündigung, man plane tatsächlich ein neues Studioalbum. Anders soll es werden, soviel orakelt man, doch wie anders, wird man nun hören.

Breiter und epischer, größer und erhabener als je zuvor bricht sich das Album Bahn. ´Saviour´ basiert im Wesentlichen auf einem einzigen musikalischen Thema, das aber vielfältig variiert wird und stetig anschwillt. Viel Hall, viel Luft und Weite liegt in der Komposition, geradezu majestätisch, cineastisch gleicht das Stück einem Flug über eine grandiose Spätsommerszenerie.
Mit einem spinettähnlichen Klang, über dem Oboen und/oder Klarinettenklänge liegen, startet ´Dead Winter Ways´. Auch hier gilt es zunächst ein...

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