RH #321Krach von der Basis

SMOTHERED

Malmsteen und Oboen

SMOTHERED

Schweden. Stockholm. Death Metal. Na klar, SMOTHERED sind halt mit den Auftritten der Local Heroes Entombed und Dismember aufgewachsen. Oder doch nicht?

»1993 war ich elf Jahre alt«, erinnert sich Sänger/Gitarrist Christoffer Eriksson. »Mein Vater spielte Oboe im schwedischen Radio-Sinfonieorchester. Dadurch hatte er unbeschränkten Zugriff auf die größte Tonträger-Bibliothek des Landes. Er wollte, dass ich ein Gitarrenvirtuose wie Yngwie Malmsteen werde, und brachte mir deshalb alle möglichen Platten mit. Eines Tages legte er mit den Worten „Mein Junge, das müsste Hardrock sein!“ „Clandestine“ von Entombed und „Death By Manipulation“ von Napalm Death auf den Tisch. Meine Initialzündung.«

Und ab dann den Stockholm-Göttern in einschlägigen Clubs gehuldigt...

»Nö. Als ich später alt genug für Konzerte war, war die Death-Metal-Welle längst abgeebbt. Entombed spielten da schon ihr Rock´n´Roll-Ding, was mir nie wirklich gefiel.«

Warum Old-School-Todesblei und nicht Tech-Death, Deathcore oder Melodic Death?

»Old-School-Death-Metal ist für mich die Königsdisziplin im extremen Metal. Ein paar Tech-Death-Einflüsse haben wir ja sogar. Aber Deathcore und Melodic Death? Nein, danke. Mit dem Kram kann man sich höchstens den Hintern abwischen.«

Beste Death-Metal-Platte aller Zeiten?

»Da muss ich wieder „Clandestine“ nennen. Während der Rest der Szene damals bis zum Erbrechen Autopsy kopierte, klang „Clandestine“ feiner und „sauberer“ als der Rest und lehrte mich, dass Death Metal auch...

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