RH #321Krach von der Basis

MAN MUST DIE

Die gefährlichste Sache der Welt

MAN MUST DIE

„Peace Was Never An Option“ lautet der sympathische Titel des neuen Knochenbrechers der gewohnt massiv angepissten Schotten MAN MUST DIE. Aber warum „must man die“?

»Wir alle werden irgendwann dem Tod ins Angesicht blicken«, bringt es Sänger Joe McGlynn auf den Punkt. »Das ist das Einzige, das im Leben sicher ist.«

Mich erinnert das aktuelle Album streckenweise an die etwas progressiveren Neunziger-Jahre-Napalm-Death.

»Da liegst du falsch. Ich stand eher auf frühe Napalm Death, als sie noch mehr Grindcore waren. Innerhalb der Band mögen wir völlig verschiedene Genres und haben deshalb eine Menge Abwechslung in unserem Sound.«

Dennoch sorgen nur ein paar melodiöse Gitarrenparts für ein bisschen Entspannung.

»Ich habe in der Schule klassische Gitarre gelernt, was auf meine Art, Riffs zu schreiben, einen großen Einfluss hatte. Viele Ideen beginnen als klassische Stücke und werden dann metallisiert (lacht).«

Textlich sticht auf „Peace Was Never An Option“ besonders ´What´s The Hell I Fear´ heraus, bei dem es sich um eine generelle religiöse Abrechnung zu handeln scheint - egal, ob jemand zu Satan, Hare Krishna oder Allah betet.

»Religion kann benutzt werden, um Gehirnwäsche zu betreiben und Menschen zu kontrollieren. Es gibt bei den meisten religiösen Organisationen extremistische Sekten, die die ursprünglichen Lehren pervertieren und zu ihrem persönlichen Vorteil nutzen. Nicht alles an Religion ist automatisch schlecht, aber wenn sie in die falschen Hände gerät, ist sie die...

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