RH #320Krach von der Basis

TEMPLE OF BAAL

Flamme der Intelligenz

TEMPLE OF BAAL

Französischer Black Metal genießt spätestens seit diesem Jahrtausend einen bestechenden Ruf - im avantgardistischen, progressiven und traditionellen Lager. TEMPLE OF BAAL befestigen mit „Verses Of Fire“ ihren Brückenschlag zum okkulten Death Metal.

Nicht nur skandinavischer Black Metal wird oft mit beißender Kälte assoziiert. „Verses Of Fire“ liest sich wie eine Gegenposition zum direkten Vorgänger, eurem dritten Album „Lightslaying Rituals“.

Amaduscias: »TEMPLE OF BAAL sind von einem aktuellen luziferischen Gnostizismus beeinflusst. Ich erkenne Luzifer als Überbringer von Feuer und daher Wissen an. Man bedenke nur, wie sehr die Kirche den wissenschaftlichen Fortschritt bekämpft und große Entdecker als Ketzer bei lebendigem Leibe verbrannt hat, dann erschließt sich dieser Standpunkt. Das hat nicht nur meine alltägliche Lebensphilosophie, sondern auch meine Spiritualität verändert.«

Arkdaemon: »Licht und Feuer sind eng miteinander verwoben und ambivalente Begriffe, vom Wissen zur Blindheit und von Reinheit zur Zerstörung. Für uns ist das kein neues Konzept, wir haben Flammen und Feuer schon oft als Metaphern für die Gefahren wie Belohnungen der Erleuchtung genutzt, nach der wir streben.«

Erde, Luft und Wasser können ebenfalls zerstörerische Kräfte entfesseln: Erdbeben, Stürme, Fluten. Ist ´Lord Of The Raging Seas´ ein Anfang, sich weiteren Elementen zu widmen?

Amaduscias: »Der Song thematisiert tatsächlich das Element Wasser, Sturm und Gewitter. Die Beschäftigung mit der...

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