RH #317Krach von der Basis

CULTES DES GHOULES

Die Kralle kratzt am Grabstein

CULTES DES GHOULES

Rituell, tiefschürfend, aufwühlend, analog: Im schwarzmetallischen Underground besteht keinerlei Zweifel daran, dass „Henbane“ eines der außergewöhnlichsten Alben des Jahres ist. Mark Of The Devil, der Vokalist der polnischen Satansverehrer CULTES DES GHOULES, berichtet über Blasphemie und Hexensaft.

Ich finde, dass „Henbane“ viel tiefer greift als das Gros orthodoxer Black-Metal-Alben, denn es dringt bis in Bereiche ritueller Musik vor, was in Verbindung mit Vintage/Okkult-Rock-Elementen sehr eigenständig klingt. Wo verortest du eure Musik?

»Wir begreifen unsere Arbeit schlicht und einfach als Black Metal, vor allem deshalb, weil wir all die pompösen und epischen Slogans und Genre-Unterbegriffe nicht mögen. Wir glauben, dass Qualität es nicht nötig hat, mit Over-the-top-Phrasen aufgeblasen zu werden. Was deinen Verweis auf Okkult-Rock betrifft: Ich bin mir da nicht so sicher. Zwar mögen wir einige der alten Psychedelic-Rock-Bands und auch einige Vertreter der New Wave of Occult Rock, aber ich glaube nicht, dass wir von diesen Bands übermäßig inspiriert werden. Jedenfalls nicht wissentlich. In musikalischer Hinsicht sehen wir uns eher dem traditionellen Metal nahestehend. Metal mit einer Zuwendung zum Dunklen, mit einem Sound, der so klingt wie eine Kralle, die an einem Grabstein kratzt. „Henbane“ ist ein Album, das einen Taake-Fan in fünf Sekunden und einen Trollech-Fan in drei Sekunden tötet.«

Ein Blick auf die Texte lässt eine große Hingabe für Lovecraft vermuten.

»„Henb...

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