RH #317Krach von der Basis

KIMAERA

Bombige Gartenpartys

KIMAERA

Der Libanon ist wahrlich keine Metal-Hochburg. Dennoch hat das arabisch geprägte Land am östlichen Mittelmeer mit den beiden Black-Metal-Bands Kaoteon und Ayat bereits erste respektable Duftmarken im weltweiten Underground setzen können. Gleiches sollte auch KIMAERA gelingen, die mit ihrem dritten Album „The Harbinger Of Doom“ ein astreines melancholisches Doomdeath-Brett in der Schnittmenge von My Dying Bride und Anathema abgeliefert haben.

Bandleader und einzig verbliebenes Gründungsmitglied Jean-Pierre Haddad wurde bereits früh vom Bazillus Metallicus infiziert.

»Einige meiner Onkel sind große Pink-Floyd-Fans. So kam ich schon in frühester Kindheit in Kontakt mit Rockmusik. In der Schule drückte mir dann irgendwann ein Freund ein Tape in die Hand, das ich mir unbedingt anhören sollte. Darauf war das schwarze Album von Metallica. Seither gab es kein Zurück mehr.«

Die libanesische Kultur ist von arabischer Musik geprägt. Als Metalhead in Beirut ist man da vermutlich ein absoluter Exot. Wie reagiert deine Umwelt auf deine „seltsame“ Leidenschaft?

»Jeder von uns lebt im Prinzip ein Doppelleben. Einerseits der schnöde Alltag mit Jobs und allem, was zu einem „normalen“ Leben dazugehört, andererseits das, was wir wirklich lieben: KIMAERA. Früher war es hier noch ein echtes Tabu, Metal zu hören oder in einer Metalband zu spielen. Mittlerweile wird das, was wir machen, von immer mehr Leuten wahrgenommen und auch besser akzeptiert. Ich habe zum Beispiel Freunde, die nichts mit...

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