RH #316Lauschangriff

IN SOLITUDE

Schwarzarbeit

IN SOLITUDE

Mit ihrem dritten Album „Sister“ glauben IN SOLITUDE, endlich ihren ureigenen Sound gefunden, ohne konkret nach ihm gesucht zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige Fans der bisherigen beiden Alben „In Solitude“ (2008) und „The World. The Flesh. The Devil“ (2011) eine gewisse Anlaufzeit brauchen, um mit „Sister“ warm zu werden, dürfte allerdings nicht gerade gering sein.

Die offensichtlichen Mercyful-Fate-Einflüsse der frühen Tage kommen auf „Sister“ längst nicht mehr so offensichtlich zum Tragen, und schnell begeisternde Ohrwürmer wie ´Serpents Are Rising´ oder ´Witches Sabbath´ sucht man zumindest nach dem ersten Durchlauf vergebens. Dafür mischt sich in den typischen IN SOLITUDE-Sound bisweilen ein latenter Dark-Wave- und Gothic-Punk-Vibe, der insofern nicht überrascht, wenn man um die Vorliebe der Schweden für Bands wie Swans, Alien Sex Fiend, GG Allin oder Joy Division weiß. Keine Frage, „Sister“ wird einige Durchläufe brauchen, bis man sich ein wirklich abschließendes Urteil bilden kann. Ein Umstand, den zumindest Sänger Pelle „Hornper“ Ahman und Drummer Uno Bruniusson durchaus begrüßen, als sie uns kurz vor ihrem Auftritt beim Hell´s-Pleasure-Festival erste Einblicke in den Entstehungsprozess von „Sister“ gaben.

Pelle: »Ich denke, das ist eine sehr natürliche Entwicklung. Meiner Meinung nach haben wir noch nie so sehr nach IN SOLITUDE geklungen wie jetzt.«

Uno: »Das Ding ist, dass wir mit diesem Album bewusst den nächsten, von unseren vorherigen Alben...

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