RH #316Lauschangriff

ATLANTEAN KODEX

Europa wird fallen

ATLANTEAN KODEX

„The White Goddess (A Grammar Of Poetic Myth)“, das zweite vollständige Album der bayrischen Epic-Metaller ATLANTEAN KODEX, erscheint am 4. Oktober - und damit ziemlich genau drei Jahre nach dem Paukenschlag „The Golden Bough“. Das Unglaubliche dabei: Die acht Tracks des gut 57-minütigen Drehers stellen die Songs des 9,5-Punkte-Debüts in den Schatten.

Dass „The White Goddess“ überragend ausgefallen ist, dass man sich an kein orthodoxes, nein: an überhaupt kein Metal-Album der letzten ca. hundert Jahre erinnern kann, das einen ähnlich mitgenommen hat, ist zugegebenermaßen eine gewagte Aussage, vor allem in einem „Vorab-Artikel“. Aber erstens wurden uns die Stücke der Platte nicht bloß ein-, zweimal bei lecker Bier und Häppchen in ´nem dicken Studio vorgespielt, sondern wir haben das Album bereits in vollständiger Form vorliegen und können´s immer und immer wieder hören - und zweitens stimmt´s ja einfach. (Wer´s anders sieht, hat keine Ahnung.)

Natürlich haben ATLANTEAN KODEX ihren Stil in seinen Grundfesten nicht verändert: Nach wie vor konzentriert sich die Band auf epischen, schweren, ernsthaften Heavy Metal, der das Erbe der Altvorderen nicht nur verwaltet, sondern es in brillanter Weise weiterentwickelt. Im Presse-Info sagt Drummer Weiss, man solle sich vorstellen, »Quorthon vergeht sich an Uriah Heep, während „Into Glory Ride“ aus einem alten Tapedeck pröttelt« - und trifft damit einerseits den Nagel auf den Kopf, verschweigt andererseits aber, dass ATLANTEAN KODEX bei...

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