RH #316Krach von der Basis

GRAVEYARD OF SOULS

Zucker und Make-up

GRAVEYARD OF SOULS

Ohne vorherige EP, Demo oder Live-Präsenz reanimiert das spanische Duo GRAVEYARD OF SOULS auf „Shadowes Of Life“ den Doomdeath der frühen 1990er an der Grenze zum Gothic. Eskapismus ist ihr Ziel, Traurigkeit und Hoffnung halten sich dabei die Wage.

Angel, eure Heimatstadt Burgos vereint uralte Bautradition mit hochmoderner Industrie und einem Atomkraftwerk. Inspiriert diese Gegensätzlichkeit?

»Die ursprüngliche Atmosphäre auf jeden Fall. Die Stadt ist voller Monumente und Bauten im gotischen Stil, ein wirklich schöner Ort zum Leben. Da ich im Zentrum beheimatet bin, bekomme ich von der Industrie wenig mit. Vier Monate im Jahr arbeite ich allerdings in einer Zuckerfabrik. Das Geld reicht aus, um im Rest des Jahres meinen Hobbys nachzugehen. Ich will gar nicht mehr arbeiten, da ich die Zeit mehr als das Geld schätze. Raúl ist in einer Kosmetikfirma beschäftigt und hat perfekte Haut, haha. In den letzten Jahren sind die Arbeitslosenzahlen definitiv rasant gestiegen und die Wirtschaft krankt. In destruktiven Lebenssystemen wie unserem bricht die Kette bekanntlich am schwächsten Glied.«

Geht es wegen des Jakobsweges bei euch noch katholischer zu, als im Rest des Landes?

»Nein, da sehe ich keine Unterschiede zu anderen Städten. Der Weg ist eher eine touristische den religiöse Attraktion. Die meisten begehen ihn eher aus Spaß, denn religiöser Einkehr. Dennoch ist es nicht eben gut um Freizeitmöglichkeiten für Metaller bestellt. Alle Plattenläden sind verschwunden. In den späten...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.