RH #315Krach von der Basis

SPHERON

Verbrauchter Gott

SPHERON

Als bekennender „Tatort“-Fan hat Rhythmusgitarrist Mark Walther schon einen ersten Stein im Brett. „Ecstasy Of God“, das Debüt des Ludwigshafener Quartetts SPHERON, fixt aber auch so an: technisch versierter, anspruchsvoller Death Metal, der im Zweifelsfall die Urgewalt der Todesgene progressiven Extravaganzen vorzieht.

Ist der Albumtitel euer Statement gegen religiösen Fanatismus?

»Die Inspiration holten wir uns bei unseren Freunden von Deadborn, die diesen Begriff in einem ihrer Texte verwendet haben. Hinter „Ecstasy Of God“ steckt weit mehr. Das Hauptthema ist das selbstzerstörerische Verhalten der menschlichen Natur mit einem besonderen Fokus auf Religion. Der Mensch ist selbst sein größter Feind.«

´Saturnian Satellites´ hat etwas vom alten Ägypten. Sind Nile neben den offensichtlichen Death eure alten Helden?

»Es gibt durchaus Riffs, die an Nile erinnern, aber meiner Meinung nach eher in anderen Songs. Chuck Schuldiner gehört mit Sicherheit zu unseren alten Helden, und Death waren besonders in unseren Anfangszeiten sehr präsent. „Symbolic“ war mein erster Kontakt mit „richtigem“ Death Metal und zählt bis heute zu meinen absoluten Lieblingsalben. Die Motivation, ein Instrument zu lernen, hatte ich allerdings schon früher. Mein Traum war es bereits zu Kindestagen, eine Band zu haben, und Metallica waren der Grund für den Kauf meiner ersten E-Gitarre. Bis jedoch was halbwegs Vorzeigbares aus der Box kam, dauerte es noch eine Weile (lacht).«

Bist du selbst schon mal vor...

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