RH #314Lauschangriff

LINGUA MORTIS ORCHESTRA

Hexenjagd mit Sopran und Doublebass

LINGUA MORTIS ORCHESTRA

Über ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis Rage sich nach ihrer erfolgreichen Orchesterphase wieder der Aufnahme eines kompletten Albums mit Orchester widmen. Diesmal werden unter dem Namen LINGUA MORTIS ORCHESTRA Genregrenzen eingerissen. Wir düsten nach Donzdorf, um uns einen ersten Eindruck von „LMO“ (erscheint am 2. August) zu verschaffen.

Victor Smolski sieht müde aus. Kein Wunder, mit „LMO“ schließt das Multitalent gerade das aufwändigste Projekt seiner Karriere ab. Über drei Monate bekam der Gitarrero kaum Schlaf, neben den Orchesterpartituren, die er allesamt handschriftlich angelegt hat, wollten auch die Aufnahmen mit zwei Orchestern organisiert und überwacht werden. Zudem haben sich Rage beim LINGUA MORTIS ORCHESTRA mit Jeannette Marchewka und Dana Harnge um zwei feste Sängerinnen ergänzt, und das Album enthält auch einige Gastauftritte, u.a. von Ex-Metalium-Sänger Henning Basse und Didgeridoo-Spieler Lutz Thomas, der schon auf „XIII“ zum Einsatz kam.

Fertig ist die Scheibe immer noch nicht, heute gibt es einen Rough Mix zu hören, anschließend wird zusammen mit Charlie Bauerfeind weiter an der richtigen Gewichtung zwischen Band- und Orchester-Elementen gefeilt. »Der Stress lässt nicht nach, so langsam sehe ich alles doppelt«, stöhnt Victor. Zumindest musste Smolski sich nicht auch noch um das textliche Konzept des Albums kümmern. Das übernahm Fronter Peavy Wagner, der sich durch ein Buch über die Hexenverbrennung in Gelnhausen inspirieren ließ.

„LMO“ im...

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