RH #314Krach von der Basis

PURGATORY

Virus Jehova

PURGATORY

Demnächst feiern PURGATORY 20 Jahre Bandbestehen im Banne des puren Death Metal. Ihr siebtes diabolisches Fegefeuer „Deathkvlt - Grand Ancient Arts“ musste wegen einer Arbeitsverletzung von Drummer Lutz am Sprunggelenk später als geplant angeheizt werden. Gitarrist René Kögel ist dennoch guter Dinge.

René, der letzte Albumsong ´Consvmed By Ashes´ beschreibt die Folgen eures Bandnamens, wie die Erde nach dem Fegefeuer von einer Aschewolke verdunkelt ist. Wann hat dich das letzte Mal jemand bekehren wollen?

»Ab und zu passiert es, dass einer von uns vom Virus Zeugen Jehovas angesprochen wird. Aber meist bleibt es nur bei einem lächerlichen Versuch. Was uns diese Leute zu sagen haben, interessiert uns nicht im Geringsten.«

Wird der Tod in unserer Kultur verdrängt, entfremdet die Individualisierung einen immer mehr von Traditionen, mit denen Menschen früher Abschied genommen haben? Andererseits ist vieles davon eng mit christlichen Bräuchen verbunden.

»Thematisch steckt bewusst und unbewusst einiges an Spielraum hinter dem Albumtitel. Wir selbst verstehen „Deathkvlt - Grand Ancient Arts“ auch als unsere persönliche Hommage an den Old-School-Death-Metal, seine Rohheit und die Werte, die wir damit verknüpfen. Deiner Interpretation stimmen wir außerdem zu, obwohl wir das Begraben der Toten nicht als christlichen Brauch verstehen. Leider sind die eigenen Vorstellungen dazu vor allem in Deutschland sehr eingeschränkt, unter anderem aufgrund der hier herrschenden...

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