RH #314Krach von der Basis

REVERORUM IB MALACHT

Katholische Sonnenwende

REVERORUM IB MALACHT

REVERORUM IB MALACHT zählen zu den ungewöhnlichsten und geheimnisvollsten Schwarzmetall-Bands der vergangenen Jahre, und ihr Debütwerk „Urkaos“ gilt als eines der krassesten Alben des Undergrounds. Das Unerhörte an Band und Musik: Alles ist völlig katholisch. Ganz im Ernst: Finsterer geht´s kaum noch. Der 28-jährige Bandkopf Emil Lundin klärt auf.

Emil, bevor es zur Gründung von REVERORUM IB MALACHT kam, warst du bei den Black-Metallern Ofermod aktiv. Wann und vor allem warum hast du Ofermod verlassen?

»Ich bin mit 19 bei Ofermod eingestiegen, und mit 21 war Schluss. Ich war am Songwriting für das als Debüt geplante Album namens „Pentagrammaton“ beteiligt, allerdings wurde die Platte bis heute nicht veröffentlicht. Wie auch immer: Wegen meines Engagements bei einer Death/Black-Metal-Band fühlte ich mich zunehmend in meiner Kreativität eingeengt. Zuletzt war es nur noch Langeweile, die ich empfand, denn mein Interesse gilt eher akustischen Experimenten, anstatt im traditionellen Metal tätig zu sein. Aber das unbefriedigende Gefühl in Sachen Kreativität war nicht der ausschlaggebende Punkt, denn Ofermod waren ja keine zeitintensive Band - zum Beispiel probten wir nur ganz selten. Ich verließ die Gruppe, nachdem ich zum Katholizismus konvertiert war. Zwar hätte ich durchaus weiterhin in einer Combo spielen können, die inhaltlich konträr zu meinen Ansichten steht, aber Belfagor, der Bandchef, wollte das nicht. Also trennten wir uns. Friedlich, wohlgemerkt.«

Welche musikalischen...

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