RH #314Interview

ORPHANED LAND

Bittere Sinfonien

ORPHANED LAND

Ihre Alben über Krieg und Frieden hört man nicht nur konzentriert über den Kopfhörer, sondern man studiert auch aufmerksam die engagierten Texte. Wahrscheinlich muss man aus einer umkämpften, stets kurz vor dem Kollaps stehenden Region wie dem Nahen Osten kommen, um der Rockszene im Jahre 2013 noch Werte wie Wahrhaftigkeit und musikalischen Tiefgang zu injizieren. Obendrein betreten ORPHANED LAND mit einer opulenten Breitwand-Produktion inklusive eines halben Orchesters und klassisch ausgebildeter Sänger Neuland. Wir sprachen mit Frontmann Kobi Farhi.

Kobi, auf eurem letzten Albumcover habt ihr euch als Vertreter der drei monotheistischen Religionen verkleidet, diesmal leitet sich eure Aussage direkt aus einem Symbol von Christenkreuz, Davidstern und Halbmond ab: „All Is One“.

»Diese religiösen Spannungen sind nun mal unser Alltag. Wir wollten das noch einfacher und intensiver darstellen als bisher. Das Coversymbol, die Verschmelzung dieser drei Weltreligionen, ist eine reine Utopie, während das Album inhaltlich das genaue Gegenteil davon ist. Alles dreht sich um das Versagen, dieser Utopie auch nur ein kleines Stückchen näher zu kommen, und die Opfer dieser tragischen Konstellation. Zum Beispiel Kinder, die direkt in diese Konflikte hineingezogen werden. Der Unterschied zu unseren bisherigen Alben ist, dass wir darüber bisher nie öffentlich verärgert waren oder gar Hass auf Politiker, Medien oder andere Autoritäten verspürten. Im Gegenteil, wir galten als religiös...

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