RH #313Krach von der Basis

ABREKADAVER

Exzesse am Arsch der Welt

ABREKADAVER

Wer bei ABREKADAVER an billigen Hokuspokus denkt, liegt nur bedingt richtig. Auch wenn das Wortspiel durchaus beabsichtigt ist, bedeutet „abre cadáver“ im Spanischen grob übersetzt so viel wie „Leichenöffner“. Dementsprechend knallt der brutale Death Metal der seit 2008 aktiven Band auch mit rippenzerbröselnder Wucht und der chirurgischen Präzision einer Knochensäge aus den Boxen.

Das Anfang 2010 veröffentlichte Debüt „Those We Don´t Speak Of“ begeistert mit unbekümmerter Spielfreude und atemberaubendem Tempo. Der bereits für 2011 angekündigte Nachfolger lässt leider nach wie vor auf sich warten.

»Der Hauptgrund für die Verzögerung ist, dass wir extrem weit von Santiago entfernt leben«, erklärt Sänger/Gitarrist Sebastián Alvarado. »Aber wir sind gerade dabei, dieses Problem zu lösen, und werden wohl im September neun neue Songs für unser zweites Album „From The Highest Command“ aufnehmen.«

Du hast die große Distanz von 1.600 Kilometern zur chilenischen Hauptstadt bereits angesprochen. Gibt es in eurem Heimatort Coyhaique dennoch eine lebendige Metalszene?

»Das ist hier alles sehr isoliert. Eine eher kleine Stadt mit etwa 45.000 Einwohnern. Es gibt weder eine Szene noch Clubs für Livekonzerte. Die wenigen Metal-Events, die es dennoch gibt, werden allesamt von uns selbst und ein paar Freunden organisiert. ABREKADAVER und unsere Nebenprojekte The Redeemers, Aversion und Flesh Hunter And The Analassaulters sind die einzigen aktiven und ernst zu nehmenden Bands hier.«

Was für...

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