RH #312Krach von der Basis

ARROGANZ

Wer früher stirbt, ist länger tot

ARROGANZ

Es bleibt dabei: Der deutsche Death-Metal-Underground spuckt auch 2013 eine geile Scheibe nach der anderen aus. Z.B. „Kaos.Kult.Kreation“, den zweiten Longplayer der Lausitzer Finsterlinge ARROGANZ. Bassist/Sänger -K- beantwortete unsere Fragen.

Auf dem Backcover eurer Scheibe prangert der Slogan „Death praising tunes from Germany“. Was ist so inspirierend daran, dem Tode zu huldigen? Der Tod ist ja schließlich das Ende unseres Daseins und somit nichts, auf das man sich freut, oder?

»Man freut sich mit Sicherheit nicht auf den Tod. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass man Angst davor hat: Angst vor dem Sterben, Angst vor dem, was danach kommt, und Angst vor dem Unbekannten. Aber wenn man sich von dieser Angst befreit und sich ganz nüchtern mit der Tatsache beschäftigt, dass wir alle sterben werden, dann wird der Tod etwas recht Faszinierendes. Ein Ende und gleichzeitig ein Neuanfang. Also auf jeden Fall eine Veränderung im Sein, wenn man so will. Und Veränderungen sollte man in erster Linie positiv gegenüberstehen, oder nicht? Wenn man sich dem Unbekannten gegenüber öffnet, hat man die Möglichkeit, ganz andere Sicht- und Denkweisen zu entwickeln. Die Thematik des Todes ist durch das Unwissen über das, was danach folgt, quasi eine niemals versiegende Inspirationsquelle. Schließlich sind wir alle ja auch viel länger tot als lebendig (lacht).«

Im Booklet der CD spielt der Wolf eine bedeutende Rolle. Wofür soll er synonym stehen?

»Für Trotz und Gegenwehr. Für genau das...

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